19. Juli 2007
"Spinnerte Idee" wird Wirklichkeit
Hochklassig besetztes Handballturnier Ende Juli in Südbaden / Weltmeister Glandorf kommt
 
Holger Glandorf

Weltmeister Glandorf

 

 

 

 

 

 

Ideengeber: Peter Jehle

Peter Jehle

Von unserem Mitarbeiter Lars Bargmann

FREIBURG. Auf dem offiziellen Programmheft ist noch Weltmeister Michael Kraus zu sehen, doch der Senkrechtstarter vom Bundesligisten Frischauf Göppingen wird wegen seines Wechsel zum TBV Lemgo nicht zur ersten Auflage des Schwarzwald-Bäder-Cups vom 26. bis 29. Juli nach Südbaden kommen. Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen für die Organisatoren um Peter Jehle, den ehemaligen Bundesliga-Referee, und Kurt Hochstuhl, den Präsidenten des südbadischen Handballverbandes.

Zum Bäder-Cup kommen außer Göppingen die Erstligisten TV Großwallstadt und die HSG Nordhorn mit Weltmeister Holger Glandorf, der österreichische Abonnementmeister A1 Bregenz, die Zweitligisten Bayer Dormagen und Willstätt-Ortenau sowie die beiden Regionalligisten HSG Konstanz und SG Köndringen-Teningen. So ein attraktives Starterfeld ist wohl seit Jahrzehnten in Südbaden nicht mehr zu sehen gewesen — geballt am Finalspieltag in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle (siehe Spielplan). "Unser Ziel muss sein, in allen Hallen vor vollen Rängen guten Sport zu erleben" , sagte Hochstuhl gestern in Freiburg vor Journalisten.

Organisationsteam fiebert dem Start entgegen

Es war indes Jehles zunächst "spinnerte Idee" (Hochstuhl), ein so hochkarätiges Turnier ausgerechnet in Südbaden auf die Beine zu stellen, wo nach den ruhmreichen Jahren des TuS Hofweier (bis 1989), des TuS Schutterwald (bis 2000) und der SG Willstätt-Schutterwald (bis 2003) kein Erstbundesliga-Handball mehr gespielt wird. Deswegen hatte der bundesligaerfahrene und hervorragend vernetzte Jehle, im "richtigen Leben" Bürgermeister des Münstertals, die Idee, wieder einmal Spitzensport in der Region zu zeigen.

Das ist nun knapp zwei Jahre her. Jetzt fiebert das Organisationsteam dem Anpfiff des Cups entgegen, der in Müllheim (Fassungsvermögen der dortigen Halle: 800 Zuschauer), Konstanz (1400), Sandweier (1000), Willstätt (2500), Weil (800) und Teningen (1300) ausgespielt wird. Freiburg blieb als Spielort bisher unberücksichtigt, weil nach Angaben von Hochstuhl die Hallenkapazitäten bei den Vereinen nicht ausreichten. Würde die Premiere aber ein Erfolg und die Teninger Halle am 29. Juli aus allen Nähten platzen, sei man auch "bereit" , im kommenden Jahr die so genannte Rothaus-Arena bei der Messe Freiburg als Spielort in Erwägung zu ziehen.

Der Erlös aus den Eintrittskarten des durch die Sponsoren bereits zu 90 Prozent finanzierten Großereignisses fließt komplett an die gemeinnützigen Vereine Tour der Hoffnung, Kinderherzen retten, Tour Ginkgo und den Jugendförderkreis des südbadischen Handballverbandes.

Der Spielplan

26. Juli
18.30 Uhr: FA Göppingen — TV Willstätt-Ortenau, 20.30 Uhr: HSG Nordhorn — SG Köndringen-Teningen (beide Sporthalle Müllheim).
18.30 Uhr: A1 Bregenz — Bayer Dormagen, 20.30 Uhr: TV Großwallstadt — HSG Konstanz (beide Schänzle-Sporthalle Konstanz).

27. Juli
18.30 Uhr: FA Göppingen — SG Köndringen-Teningen, 20.30 Uhr: HSG Nordhorn — TV Willstätt-Ortenau (beide Rheintalhalle Sandweier).
18.30 Uhr: Großwallstadt — Bayer Dormagen, 20.30 h: A 1 Bregenz — Konstanz (beide Schänzle-Sporthalle Konstanz).

28. Juli
14.30 Uhr: Willstätt — Köndringen, 16.30 Uhr: Nordhorn — Göppingen (beide Hanauerlandhalle Willstätt).
14.30 Uhr: Dormagen — Konstanz, 16.30 Uhr: Großwallstadt — Bregenz (beide Sporthalle Egerstraße Weil).

29. Juli, Finalspiele:
11 Uhr Spiel um Platz 7.
13 Uhr Spiel um Platz 5.
15 Uhr Spiel um Platz 3
17 Uhr Endspiel.

Karten gibt es bei allen Vereinen an den Spielorten sowie unter http://www.schwarzwald-baeder-cup.de